Hinter den Kulissen — Alissa Schwarz

Dominic, Alissa und Isabella sitzen lachend zusammen

Alissa Schwarz ist die Geschäftsführerin und Inhaberin des Stuttgarter Standortes und leitet gemeinsam mit Familie Krätz das Joint Venture in der beliebten und belebten Calwer Straße. Die Mutter von zwei Jungs fand die Isabella-Familie bereits im Januar 2017 – und eröffnete dann im Folgejahr am 15. September ihr eigenes Café, das sie mit Herzblut und viel Liebe führt. In diesem Jahr eröffnet im Stuttgarter Dorotheen Quartier ihr 2. Store – wir haben mit ihr über ihre Isabella-Geschichte gesprochen.

Alissa, 2017 hast du Isabella gefunden und dich dazu entschlossen, dass du gerne ein Teil davon werden möchtest. Wie kam es dazu?

Mein Auslöser? Ich wollte endlich wieder essen können! Das ist tatsächlich der einzige Grund gewesen, es ging also um absoluten Eigenbedarf. Ich wollte endlich wieder mit der Familie frühstücken und insgesamt bedenkenlos essen können, denn ich bin selbst an Zöliakie erkrankt. Es wurde bei mir recht spät, tatsächlich erst mit knapp 30 Jahren festgestellt, jedoch haben die Produkte von Isabella mir auf gewisse Weise mein altes Leben zurückgegeben.

Zu dieser Zeit war ich eigentlich sehr zufrieden und glücklich in meinem Beruf, habe viel Herzblut hineingesteckt und als Praxismanagerin gearbeitet. Mein Mann sagte mir damals bereits, dass ich so viel Liebe doch auch in einen eigenen Laden stecken könnte. Das war für mich jedoch zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen! Denn ich habe viele Jahre parallel in der Gastronomie gearbeitet und konnte mir nicht vorstellen, diesen Schritt noch einmal zu gehen – und das auch noch als Selbstständige.

Doch durch meine eigene Diagnose und die Arbeit in der Praxis habe ich gesehen, dass der Bedarf an Produkten für Menschen, die an einer Glutenintoleranz leiden, immer größer wird und dass das Angebot in Stuttgart nahezu nicht vorhanden war.

Über 2 Jahre habe ich mich dann darüber geärgert, dass eben in Stuttgart genau dieses Angebot fehlte. Irgendwann sagte mein Mann dann zu mir, dass ich nun endlich etwas tun müsste – oder aufhören soll, darüber zu sprechen.

Dann ging tatsächlich alles Schlag auf Schlag: Im Januar 2017 setzte ich mich intensiv mit dem Thema auseinander und recherchierte unglaublich viel. Zu dieser Zeit kannte ich Isabella übrigens noch überhaupt nicht. Ich besuchte Seminare, beispielsweise zum Thema Existenzgründung und überlegte, wie ich etwas selbst umsetzen könnte. Schnell habe ich gemerkt, dass es einfach perfekt wäre, etwas zu haben, das eigentlich schon fertig ist – was alles hat und nur noch geführt werden muss.

Als ich dann Isabella fand, schreib ich also einfach eine Mail, stellte mich vor und präsentierte meine Idee, ein Café in Stuttgart zu eröffnen. Mit einer Antwort hätte ich jedoch nicht gerechnet!

Ich erinnere mich noch heute an meinen ersten Anruf von Geschäftsführer Dominic – denn ich war so unglaublich aufgeregt und konnte mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal vorstellen, dass ich überhaupt eine Rückmeldung auf meine Mail erhalte.

Heute ist dies alles unglaublich besonders für uns – gerade hat mein Sohn angefangen, bei uns im Laden zu arbeiten und auch meine Mutter ist von Anfang an dabei. Ein echter Familienbetrieb also!

Gruppenbild des Isabellas-Teams aus Stuttgart

Wie sieht bei dir ein typischer Arbeitstag aus oder gibt es diesen gar nicht?

Einen typischen Arbeitstag gibt es bei mir tatsächlich nicht, jedoch habe ich einen für mich idealen Tag: Das ist ein voller Samstag, mit ausreichend Personal, 8 Stunden Schlange und ausverkaufter Theke. Ein absoluter Wunschtag, der gelegentlich auch so vorbeikommt. Dann feiern wir diesen natürlich sehr und freuen uns darüber!

Grundsätzlich bin ich aber für alles in meinem Laden verantwortlich und somit übernehme ich auch alle Aufgaben, die anfallen. Ich bin häufig hinter der Theke zu finden, spreche unglaublich gerne mit unseren Kunden, bin aber natürlich auch für Bestellungen, die Einarbeitung, Bewerbungsgespräche, die Dekoration und den Einkauf zuständig.

Der Laden ist klein und fein – jedoch trotzdem eine ganze Menge Arbeit!

Gibt es für dich einen besonderen Isabella-Moment, den du erlebt hast und der dir noch heute im Kopf ist?

Ja, das war ganz eindeutig unser 1-jähriger Geburtstag! Wir haben nach einem Jahr richtig gefeiert und man hat auf der gesamten Calwer Straße die Liebe gespürt, die von unserem Café ausging. Es war unglaublich verrückt, denn es war eine ganz besondere Atmosphäre, die mir Gänsehaut verpasst hat.

Wir haben eine Tombola veranstaltet und an das Kinderhospiz gespendet, Torten verlost und gemeinsam mit Isabella und Familie gefeiert. Das war eine unglaubliche Belohnung, dies nach einem Jahr zelebrieren zu dürfen!

Jetzt wollen wir es unbedingt noch von dir wissen: Welches ist dein absolutes Lieblingstörtchen?

Das ist für mich eindeutig das Früchte Tartelette! Vermutlich würde jeder den White Chocolate Cheesecake nennen, aber ich bin ein totaler Fan des Tartelettes. Die Ganache und die Crème Brûlée sind einfach unglaublich und es ist mit jeder Frucht kombiniert super – besonders angetan haben es mir jedoch die Blaubeeren.